Allerdings sollten
Nicht-Darter ein paar Regeln beachten!
Dart ist ein Konzentrationssport. Gehen sie nur mal zu
einem wichtigen Spiel und warten sie auf den letzten
Dart, der das Spiel entscheidet. Hochkonzentriert fixiert
der Spieler sein Ziel (meistens die doppel 16) holt
aus, läßt den Arm wieder sinken. Atmet tief ein, holt
wieder aus, und wirft. Wurde das Ziel getroffen, wird
sofort das Sieger-Grinsen aufgelegt und der Gegner
abgeklatscht (nein, er wird NICHT verprügelt, sondern
es werden beide Handflächen aufeinander zu bewegt, ähnlich
wie in deutschen Kinderfilmen, wenn sich die Kids über
etwas freuen). Das grinsen bedeutet aber nichts anderes
wie -->
„
Ha, du Drecksack, ich hätte schon viel früher ausmachen
können, aber dich Tüte wollte ich quälen, harhar“. Wurde
das Ziel nicht getroffen, differenziert sich das Verhalten
des Spielers. Trifft er zum Beispiel die doppel 8, so wird
laut geflucht und die Schuld bei den Automaten, den Darts,
den Zuschauern, eine plötzlich durch die Kneipe ziehende
Windboe oder ähnlichem gesucht. Der Gegenspieler wiederum
versucht seine Schadenfreude durch ein freundlich zugerufenes „Lucky“,
also glücklich, zu kaschieren. Sollte allerdings der Dart
etwas weiter geflogen sein, sagen wir in die triple 3,
dann kann es passieren, das wir einen waschechten Dart-Wutanfall
erleben können. Die Darts werden in eine ruhige Ecke geschmissen
und der Darter gibt finsteren Mächten die Schuld für sein
Versagen („Teufeldarts“ usw.).
In diesem Fall sollten wir den Spieler nicht weiter provozieren
(„Depp, Versager, spiel doch die vierzehn vor, dann sperrst
du wenigstens nicht mehr“), es könnte, verstärkt durch
den bereits konsumierten Alkohol, durchaus zu einer körperlichen
Konfrontation kommen. Am besten geben wir dem Spieler noch
etwas hochprozentiges, damit er ruhiger wird. Ist er erstmal
abhänig, so kann man die Spieler auch mit einem „Jacky
for Check“ (in deutsch:“ich werde für dich einen Weizenbrandwein
bestellen, solltest du dieses Spiel gewinnen“) motivieren.
Allerdings funktioniert dies nur, sofern es sich nicht
um einen hochgradigen Alkoholiker handelt. Ansonsten würde
er anfangen zu zittern.
Durch diesen wundervollen Sport lernt man auch unglaublich
viele neue Menschen kennen. Sind alle erstmal besoffen
(im Idealfall bereits nach dem Einschmeissen) kann es durchaus
vorkommen, das anstatt die Automaten mit Geld zu füttern
lieber das komplette Spielgeld zusammen versoffen wird. Ärgerlich
ist dies nur für den Fahrer der Auswärtsmannschaft.
Auch ist es natürlich
wichtig, die Spielstätte, genau auszusuchen.
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